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Eine Heer der Lehnsherren vertrieb dann die Barbaren und der neue König Ping Wang (770-719 v. Chr.) verlegte die Hauptstadt nach Chengzhou bei Luoyang (Provinz Honan), um sich vor weiteren Angriffen zu schützen. Der Herr von Qin deckte seinen Rückzug und wurde dafür von Ping Wang mit den alten Kernländern der Zhou belehnt. An diesem Punkt begann der Aufstieg der späteren Qin-Dynastie.
In der Zeit der östlichen Zhou-Dynastie griff die Auflösung des alten Lehnsreiches stets mehr um sich. Die königlichen Rechte wurden von den großen Lehnsherren beansprucht, die sich gegenseitig mit allen Mitteln befehdeten. Wechselnde Bündnisse, Verrat, Meuchelmord, Bürgerkriege und Verwahrlosung der Sitten waren Tagesordnung, dazu kamen Angriffe von Barbaren.
Der Zhou-König Huan Wang (719-696 v. Chr.) wollte die königliche Autorität gegenüber einem Lehnsherren wieder herstellen, wurde aber geschlagen und verwundet. Daraufhin nahmen große Lehnsherren, allen voran dieser Herzog von Chu 704 v. Chr. ebenfalls den Titel Wang (d.h. König) an. In der Folge wurde die Geschichte in erster Linie von Herzögen bzw. Königen wie Huan von Qi in Shandong (reg. 685-643 v. Chr.), Wen von Jin in Shensi (reg. 636-626 v. Chr.) usw. bestimmt.
Die längst entmachtete (östliche) Zhou-Dynastie wurde 256 v. Chr. durch die Qin beseitigt, welche 221 v. Chr. auch die Zeit der Streitenden Reiche beendete. == Staat und Wirtschaft, Veränderungen/Entwicklungen ==
Das Reich teilte sich in 9 Provinzen und ungefähr 1700 Lehen. Es gab 5 Rangklassen von Lehnsherren, eine Hofhaltung mit königlichen Inspektionsreisen und ein diplomatisches Protokoll für den Umgang zwischen dem König und seinen Lehnsherren. Drei Großherzöge und sechs Minister fungierten als Staatsverwaltung.
Die Macht der Lehnsherren richtete sich nach der Anzahl ihrer (Streit-)Wagen, ihren religiösen Privilegien (Opfer, Tänze, Hymnen), dem Alter ihrer Traditionen, ihrer Beziehung zu dem Königshaus und natürlich ihrem Reichtum. Bronzegefäße dienten dem Ahnenkult, ihre Inschriften enthielten Hinweise über den Rang der betreffenden Familie. Insgesamt kann man sagen, daß ein komplexes System der Kulthierarchien und Riten den Zusammenhalt des Staates bestimmte.
Es gab Steuern („mittleres Quadrat“), Frondienste (3 von 10 Tagen) und Kriegsdienste. In dem 6. Jahrhundert. v. Chr. verzeichnet man beispielsweise die Agrarsteuer in den Teilstaaten Lu und Zheng, Waffen und Getreideabgaben ersetzten den Kriegsdienst. Das war ein Gegensatz zur Yin-Zeit, wo man das Volk weniger von Frondiensten und Steuern in Anspruch genommen hatte und erklärte sich aus den ständigen Auseinandersetzungen der großen Familien.
Die Gesetze wurden nun in Bronze geschrieben, allerdings hatte man ca. wenige Beamten zu ihrer Überwachung. Man begnügte sich mit der Statuierung von Exempeln.
In der Philosophie verzeichnet man Laotse, Konfuzius, Mengzi, Mo Zi. Besonders zur Zeit der Frühlings- und Herbstannalen und der Kämpfenden Staaten blühte sie aufgrund der schwierigen Verhältnisse. Wandernde Berater (allein schon Konfuzius hatte 72 bedeutende Schüler) versuchten die Teilstaaten effektiver zu organisieren und den inneren Frieden zu festigen.
Die straffere Organisation der Herzogtümer führte in dem 4. und 3. Jhrd. v. Chr. auch zu einem wirtschaftlichen Aufschwung und technischen Neuerungen. Die Landwirtschaft wurde intensiviert, man benutzte Dünger, gegossene Eisenwerkzeuge (Eisenguß 513 v. Chr. nachgewiesen) und das Brustgurtgeschirr, was den Zugtieren nicht mehr die Luftröhre abdrückte. Ferner unterschied man in mehrere Bodenarten, be- und entwässerte in großen Anlagen, deren Konstrukteure auch namentlich überliefert sind.
Infolgedessen nahm die Bevölkerungszahl in dem Gegensatz zur frühen Zhou-Zeit zu. Auch die Art der Kriegsführung wandelte sich vom ritualisierten Privileg des Adels zu dem gewissenlosen Einsatz großer Bauernheere, die mehr als 100 Tausend Mann umfassen konnten. In diesem geänderten Umfeld formten sich die Machtgrundlagen der künftigen Qin-Dynastie.
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